Nun bin ich also wieder zuhause. Die Heimreise ging im besten Sinne ereignisarm vonstatten, so dass es fast nichts zu berichten gibt. Naja, aber eben nur fast: ganz unerwartet wurde ich in Frankfurt am Gate abgeholt. Zwar beinhaltete der Service keinen Fahrdienst nach hause, da meine liebe Anna selber mit dem Zug weiterreisen musste, aber ihr kleiner feiner Zwischenstop am Flughafen hat meine Reise sehr verschönt.
Der Koffer war übrigens tatsächlich zu schwer, was gestern Abend noch zu einer wohlüberlegten, präzise durchorganisierten Restrukturierung meines Gepäcks führte: Ich habe das Handgepäck vollgeprügelt, bis ich es gerade noch heben konnte, habe zwei zusätzliche Pullover angezogen, ein Paar Schuhe aussortiert und mich schweren Herzens von meinem Lieblings-Badetuch getrennt. Dann war aber auch gut.
Seit etwa zweieinhalb Stunden bin ich jetzt wieder in Erlangen, und seit ca. einer auch in meiner Wohnung. Ich bin begeistert, wie wenig sich verändert hat. Schon als ich vom Auto aus die Skyline von Bruck im Sonnenuntergang baden sah wusste ich: ich bin zuhause! :-)
Trotzdem brauche ich vermutlich noch ein paar Tage, bis ich mich ganz an den Gedanken gewöhnt habe. Obwohl ich jetzt wirklich und wahrhaftig tatsächlich hier bin, habe ich immernoch das Gefühl, dass ich morgen mit Nona einen Kaffee trinken gehe, dass Balu abends kocht und dass Berni Kekse macht. Auch wenn ich keine Lust dazu habe, werde ich mich wohl an den Gedanken gewöhnen müssen, dass das nun erstmal ein Ende hat. Aber zum Glück habe ich ja auch hier liebe Freunde.
Wenn ihr mich jetzt entschuldigt, ich muss Gitarre spielen, in meinem eigenen, großen Bad mit Fenster sein, meinen eigenen Kühlschrank auf und zu machen, und vielleicht ein paar saubere Töpfe aus dem Schrank nehmen. Einfach, weil ich es kann.
Ganz liebe Grüße und bis bald!
Mitbewohner
vor 10 Jahren
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