Hallo ihr Lieben!
Ich melde mich zurück mit neuen Neuigkeiten und eigentlich auch mit neuen Fotos, aber leider ist es mir noch nicht gelungen, mein Album mit dem Blog zu verknüpfen. Bilder von mir sind bisher noch so gut wie keine dabei, weil die natürlich auf den Kameras der anderen sind. Aber ihr wisst ja hoffentlich noch, wie ich aussehe! :-)
Hier ist es inzwischen schon deutlich heller geworden. Die Sonne kommt zwar noch nicht über den Horizont, aber es ist schon deutlich länger hell als kurz nach meiner Ankunft. Das Licht ist einfach wunderschön. Man hat quasi die ganze Zeit Sonnenaufgangs- bzw. -untergangsstimmung. Ich habe einige Fotos online gestellt, die allerdings nicht an die Wirklichkeit heranreichen.
Das Wetter war heute auch zum ersten Mal seit längerem wieder besser. Der Regen hat endlich aufgehört und es ist auch wieder kälter. Das bedeutet verrückterweise, dass es auch nicht mehr so glatt ist. Das Wasser, das bisher die Schicht aus festgefahrenem Schnee so extrem rutschig gemacht hat, ist nun nämlich anständig festgefroren, und das lässt sich mit Streusplitt gut bekämfen. Ich habe allerdings bereits vorher die günstige Gelegenheit genutzt und bin spektakulär gestürzt. So richtig einmal der Länge nach hin, natürlich auf den Rücken, denn mit den Händen abfangen ist für Anfänger! Sogar den Kopf hab ich mir gestoßen! Ja, keine halben Sachen! Mir tut immer noch alles weh...
Vor zwei Tagen hatten wir hier einen Stromausfall. Um 14.00h, als es draußen gerade dunkel wurde, gab es einen Schlag und alle Lichter gingen aus. Ich dachte zuerst, dass wieder jemand im Bad das Licht und den Heizlüfter gleichzeitig angeschaltet hat -schlimmes No-No, das verträgt die Sicherung nicht! Warm ODER hell, beides ist nicht!- aber ich habe schnell gemerkt, dass das wohl doch was Gößeres ist. Spätestens als ich gesehen habe, dass auch die Straßenlaternen und die Beleuchtung am Supermarkt gegenüber aus waren, war ich ziemlich sicher, dass das wohl ein etwas größerer Heizlüfter als unserer gewesen sein muss... Inzwischen weiß ich, dass hier um die Ecke im Winston-Churchills-Veien ein Trafo in einem Mietshaus explodiert ist. Es brannte, die Feuerwehr kam, niemand wurde verletzt und um halb fünf hatten wir wieder Strom. Ich bin allerdings vorher in die Uni gefahren. Zusammen mit dem Strom ist nämlich auch das Internet ausgefallen, und damit gab es hier wenig mehr zu tun, als an die Wand zu starren.
Meine Vorlesungen haben inzwischen auch begonnen. Sie sind in erster Linie mal ziemlich norwegisch, aber allmählich kann ich auch was verstehen. Solange mich keiner was fragt, ist alles in Ordnung. Dass ich die Themen schon kenne, die hier unterrichtet werden, hat sich dabei als großer Vorteil erwiesen. Im Augenblick höre ich "Samfunnsmedisin". Das lässt sich mit "Gesellschafsmedizin" übersetzen und umfasst Epidemiologie, Allgemein-, Arbeits- und Sozialmedizin. Alles nicht meine Lieblingsfächer, aber gut zum Norwegisch-üben.
Gestern hatten wir noch unseren Placement-Test für den Norwegischkurs. Alle mit Vorkenntnissen werden nach ihren Fähigkeiten eingestuft und in verschiedene Kurse eingeteilt. Karen und ich hatten einen Heidenspaß, weil wir viele Wörter im Diktat nicht verstanden haben und dann stattdessen irgendeine lautschriftliche Grausamkeit verbrochen haben, in der Hoffnung, dass es zumindest halbwegs richtig ist. Wann wir das Ergebnis kriegen weiß ich nicht, aber man darf gespannt sein.
So weit erstmal, mehr fällt mir nicht ein. Allen ein schönes Wochenende und liebe Grüße!
Mitbewohner
vor 10 Jahren
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